Datum : 24.04.2018
Uhrzeit: : 17:56 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Ordo Draconis - The Wing & the Burden
» Ordo Draconis - The Wing & the Burden
Homepage : www.ordodraconis.com
 

Ordo Draconis - The Wing & the Burden
  »Trackliste
1. Paris 1574
2. The Rite of Catherina de Medicis
3. Tupentine Chimaera
4. Wreckage
5. Tour
6. A Crimson Dawn
7. Tiphareth - The burning Balance
8. Necropolis

Release: 2000
WERTUNG
4.5 /6 Sternen
Stil: Black Metal
Laufzeit: 49.23 min
Format: CD Audio
Label: Scaldic Art Productions Kommentar / Userwertung eintragen

 

Kennt ihr das? Ihr sucht seit Jahren einen Song, eine Band, ein Album, den/die/dass ihr mal irgendwo gehört habt und nicht mehr genau wisst, was das für eine Band war oder ist? So erging es mir mit den Holländern "Ordo Draconis".
Da lauf ich nichtsahnend durch ´nen Metal Shop in Berlin (Moon Dance, www.moon-dance-berlin.de) und durchstöber die Second Hand Abteilung und da springt mir glatt ein Album entgegen, dass ich seit mittlerweile Jahren suche. Ohne groß nachzudenken wird´s gekrallt und gekauft.

Die Gesellen von Ordo Draconis haben in ihrer Karriere viele sehr positive Kritiken für ihre ersten Alben bekommen, auch wenn ihre Bekanntheit nicht gerade auf dem Niveau von Dimmu Borgir oder Cradle of Kindergarten ist. Jedoch ist der Stil ODs dem der beiden genannten, bzw. der alten Tage der beiden, ähnlich: Black Metal Gedresche vermischt mit Keys, die sich meistens nur auf Klavier- und Streichersounds reduzieren. Doch keine Angst, hier sind noch immer keine Gothic-Pussys, die auf evil machen am Werk! Ganz im Gegenteil klingt Ordo Draconis auch noch stark von Ostblock-Bands wie Dub Buk, frühen Nokturnal Mortum oder Dudkh beeinflusst.
Was sich schon am Anfang abzeichnet ist, dass Keyboards hier ganz groß geschrieben werden, was jedoch in keinem Fall schlimm ist, da der Tastenmann nette Melodien auf dem Kasten hat, die sich flüssig mit den Gitarren mischen. Diese schmettern solide, melodische Riffs raus während sich Kreischer "Moloch" die Kehle rauszuspucken scheint. Was der Mann da mit der Stimme macht klingt nicht mehr gesund ... aber durchaus gut.
Das Songwriting ist schön bunt gehalten. Beim Hören der Scheibe wird einem auf jeden Fall nicht langweilig, auch wenn die Melodien sich aufgrund des immergleichen Keyboardsound oft ähneln. Gerne baut man nette Zwischenteile ein, in denen auch mal die Akustik Gitarre geärgert wird und wo ein Klavier herzzerreißende Läufe spielt, mit denen ich aus irgendeinem mir unerfindlichen Grund Dracula assoziiere.
Nach dem Prinzip verkehrt die Band also und das hält sich durchgängig. Es wird nicht viel auf technische Feinheiten geachtet, auch wenn die Produktion klar und trotzdem nicht synthetisch klingt. Anspieltipps sind "Turpentine Chimaera", bei dem das Spektrum und der Stil der Band ziemlich deutlich gezeigt wird.

Fazit: Trotz der Sehnsucht, mit der ich nach der Band gesucht habe, kam mir das Album ernüchternd gut vor. Das heißt, meine Erwartungen wurden zwar getroffen, aber ganz so vom Hocker hauen konnte es mich nicht. Trotzdem gutes Album und auf jeden Fall ein Tipp für Fans von keyboardlastigem BM.


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