Datum : 18.06.2018
Uhrzeit: : 09:59 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Sacred Steel - Hammer of Destruction
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Homepage : www.sacredsteel.de
 

Sacred Steel - Hammer of Destruction
  »Trackliste
01. Hammer Of Destruction
02. Where Demons Dare To Tread
03. Maniacs Of Speed
04. Blood And Thunder
05. Impaled By Metal
06. Descend Of A Lost Soul
07. Black Church
08. Generally Hostile
09. Plague Of Terror
10. Sword And Axes
11. The Torch Of Sin

Release: 2006
WERTUNG
6 /6 Sternen
Stil: Heavy Metal
Laufzeit: 48.13 min
Format: CD Audio
Label: Massacre Records Kommentar / Userwertung eintragen

 

Heidewitska, ich dreh am Rad. Endlich wieder ein neues SACRED STEEL Album. Und dass, nachdem es in letzter Zeit nicht gerade rosig um die Zukunft von Deutschlands True Metal Institution Nummer eins bestellt war. Nachdem sich die musikalische Ausrichtung der Band mit den Alben „Slaughter Prophecy“ und „Iron Blessings“ immer mehr mit Death Metal Elementen vermischte, war in den vergangenen beiden Jahren bei den Klampfern Oliver Großhans und Joerg Knittel die Luft raus, was schlussendlich zum Split mit der Band führte. Den Metalgöttern sei Dank, hat Frontglatze Gerrit jedoch mit dem recht jungen, aber sehr talentierten Jonas Khalil und Kai Schindelar am Bass zwei mehr als adäquate Nachfolger auftreiben können. Mit den neuen Recken kam auch die Motivation zurück, so dass die Jungs uns seit Ende letzten Jahres mit „Hammer of Destruction“ ihr mittlerweile sechstes Studioalbum präsentieren. Neben den Besetzungswechseln darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Band anno 2006 einen Schritt zurück macht und wieder gradlinigen U.S. Power Metal fabriziert. Vorbei die Zeiten der Death Metal Growls und der groovigen Riffs.

Das geliebte Knistern einer aufgelegten Schallplatte läutet die neue Scheibe effektvoll ein und schon nach wenigen Sekunden des Titelsongs wird man vom wahren Geist des Heavy Metal übermannt, beginnt unweigerlich zu bangen und seine Fist zu raisen. Das folgende „Where Demons dare to Tread“ passt als einsamer Fels in der Brandung noch am ehesten in das Muster der vergangenen beiden Alben, während „Maniacs of Speed“ mit durchgedrücktem Gaspedal volle Kanne zurück in die 80er schießt. Mit „Blood and Thunder“ beweihräuchern sich die Schwaben durch die häufige Verwendung von eigenen Songtiteln in den Lyrics (beliebtes True Metal Spielchen) erst mal gehört selbst. Geschwindigkeitstechnisch legen die Jungs bis dato keine Pause ein. Dies ändert sich jedoch mit „Impaled by Metal“, welches durch ein gesprochenes Intro einer augenscheinlich Metal hassenden Emanze, welche ein Programm namens „DeMetalling“ entwickelt hat um Kids vom Metal fern zu halten, einleitet. Wie bereits angedeutet, gehen Gerrit und Co. hier etwas gemächlicher zu Werke, wobei von Midtempo jedoch noch bei weitem keine Rede sein kann. Überzeugend wirkt hier vor allem der episch gehaltene Refrain. Nach dem akustischen Intermezzo „Descent of a lost Soul“ beginnt mit „Black Church“ der musikalisch vielseitigste und zugleich langsamste Song des Albums. Gerrits Liebe zu Doom Metal macht sich hier ebenso bemerkbar, wie die Tatsache, dass die neuen Bandmitglieder viele neue Ideen mit ins Songwriting eingebracht haben. Zum JAG PANZER Cover „Generally Hostile“ muss nicht viel gesagt werden. Genial interpretiert, hervorragend produziert, Daumen hoch! „Plague and Axes“ bietet neben gewohnten Highspeed auch Zombielyrics, während „Sword and Axes“ (jetzt schon eine Livehymne) Erinnerungen an die frühe Schaffensphase von SACRED STEEL weckt. Das Abschließende „The Torch of Sin“ zieht zu guter Letzt noch einmal alle Register. Treibende Drums, tonnenschwere Riffs, ein Refrain der sofort hängen bleibt und dezente Breaks wissen zu überzeugen.

Wem dieses Meisterwerk des Heavy Metal noch nicht genug ist, der sei auf die limitierte Sonderbox dieses Albums verwiesen. Neben einem saugeilen Patch sowie einer handsignierten Autogrammkarte findet sich darin auch eine Bonus CD mit bisher unveröffentlichten Songs und einigen Stücken, die es nicht auf die reguläre Scheibe geschafft haben sowie Coverversionen zu DEATH’s „Zombie Ritual“, RAVEN’s „All for one“, NASTY SAVAGE’s „Metal Knights“ und TANKARD’s „(Empty) Tankard“, welche allesamt hörenswert, wenn auch nicht überragend produziert, sind und Lust auf feiern machen.

Fazit:
SACRED STEEL sind wieder da und das besser als denn je. Durch eine gehörige Portion guten alten Thrash Metals, der besten Produktion die diese Band bisher abgeliefert hat, Gerrits absolut beschissenen aber umso kultigeren Gesang und Inspirationen wie AGENT STEEL und den göttlichen MANILLA ROAD macht „Hammer of Destruction“ einfach nur Spaß. Auch wenn ich persönlich den Sprung von „Bloodlust“ zu „Slaughter Prophecy“ aufgrund der wesentlich härteren Songs alles andere als schlecht empfunden habe, ist es gut zu wissen, dass es mit SACRED STEEL einen unumstößlich Garant im True Metal gibt, in Zeiten in denen MANOWAR ihre weiblichen Fans dazu auffordern Videos aufzunehmen, wie diese zu ihren Songs TANZEN.



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