Datum : 23.01.2018
Uhrzeit: : 12:56 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Various Artists - Metalmessage Vol. III
» Various Artists - Metalmessage Vol. III
Homepage : www.metalmessage.de
 

Various Artists - Metalmessage Vol. III
  »Trackliste
01. MISTUR (Norway) "Skoddefjellet" from the demo "Skoddefjellet"
02. LOST LEGACY (Germany) "Lost Legacy" from the upcoming album
03. ELUVEITIE (Switzerland) "Your Gaulish War" from the album "Spirit"
04. FINSTERFORST (Germany) "Schatten der Nacht" from the EP "Wiege der Finsternis"
05. THIASOS DIONYSOS (Germany) "Heidrun" from the album "Satyr"
06. EPISODE 13 (Turkey) "Forlorn... Till Dawn" from the album "Tabula Rasa"
07. HATRED DIVINE (Germany) "Sorrowfields Under The Ravensun" from the album "Blindfolded Eyes..."
08. KROMLEK (Germany) "Kromlek" from the mini-album "Kveldridhur"
09. HORDAK (Spain) "Silvano, Señor De Los Bosques" from the album "The Last European Wolves"
10. HEIDEN (Czech Republik) "Polarní Den" from the album "Tinne"
11. ARAFEL (Israel) "Wrong Future" from the album "The Second Strike - Through The Flame Of The Ages"
12. LEGION OF DARKNESS (Italy) "Forgotten Path To My Salvation" from the album "Cantus"
13. DEMONIC RESURRECTION (India) "Spirits Of The Mystic Mountains" from the album "A Darkness Descends"
14. TROLLECH (Czech Republic) "Volám Do Lesu" from the album "Skryti V Mlze"

Release: 2006
WERTUNG
3 /6 Sternen
Stil: Pagan Metal
Laufzeit: 76.22 min
Format: CD Audio
Label: Metalmessage Kommentar / Userwertung eintragen

 

Nun geht Metalmessage in die dritte Runde. Das Cover-Design wurde diesmal von Kris Verwimp gezeichnet, der schon für Ancient Rites ,Arch Enemy, Immortal, Dark Forest, etc. tätig war.
Mittlerweile kann ich die klischeehaften Burgen, Wikinger, Holzschilder und den ganzen Kram auf den Covers nicht mehr sehen, aber wenn’s einem gefällt, wird er Spaß damit haben.
Für mich sind die Themen komplett ausgelutscht und wir wollen nicht das Cover reviewen sondern die CD. Nun denn, auf geht’s:

Es sind diesmal 14 Bands auf dem Silberling vertreten, natürlich wie die letzen male hauptsächlich aus den Bereichen Pagan / Viking, Black und natürlich bisschen Folk für die Abwechslung.

Die Band mit der Startnummer 1 auf dem uns zugeschickten Rohling kommt aus Norwegen, wie ungefähr 1000 andere Bands aus dem Black / Viking Sektor, hören auf den Namen Mistur und sind mit dem Track „Skoddtjellet“ von ihrer 2005 erschienen 4 Track Demo vertreten. Das klingt natürlich alles sehr toll, was man von den recht schlichten und langweiligen Melodien nicht behaupten kann. Zum Glück wurden Klaviereinlagen in den Black Metal Brei eingeschoben, die den Song ein bisschen aus der Vergessenheit raus ziehen. Hoffen wir mal, dass das Material auf der kommen CD ausgereifter klingt, dann wird es bei mir mit der guten Wertung bestimmt klappen!
Von Norwegen blicken wir zurück auf heimisches Gefilde, genau gesagt auf die deutsche Band Lost Legacy und den Song Lost Legacy. Erstes was bei dem Lied negativ auffällt ist das ziemlich schlechte Keyboard, vor allem das Klavier im Intro klingt wie ein Plastikklavier für Kinder unter 12. An der Stelle möchte ich gerne meinen Red. Kollegen zitieren, der mir in allen Punkten aus der Seele spricht:
„Die Band ist ein weiterer Klon der Pagan-/ Epic-/ Irgendwas-Welle und am ehesten mit den Klopfern von Equilibrium vergleichbar. Also meistens supreme Begleitgitarren und superb Keyboards! Allerdings nur, wenn supreme das französische Wort für "belangloses Rumgezupfe" ist und superb "dilettantisches Rumgeklimper" bedeutet. Die Keyboards sind total schlecht - auch vom Sound.“

Wer mehr über die CD erfahren möchte, liest sich bitte folgendes Review durch:
Lost Legacy

Nach den ersten 2 bescheidenen Tracks kommen wir endlich zu einem Lied bzw. zu einer Band, die wirklich das Zeug hat groß raus zukommen und den Sampler aufwertet. Eluveitie, die 8 köpfige Folk Band aus der Schweiz, die sich nicht an kitschigen Keyboard Melodien bedienen, sondern auf echte Instrumente, wie z.B. Flöte setzen, gehören seit langem zu einem festen Bestandteil der Szene, nicht nur durch ihr abwechslungsreiches Material, sondern durch die Einzigartigkeit der Band. Wo wir bei einem Thema angelangt wären welches wunderbar auf die nächsten Bands trifft. Finsterfrost, „Schatten der Nacht“, klingen plump gesagt wie alle anderen Viking Bands, die die letzten Jahre das Sonnenlicht erblickt haben. Da frage ich mich, wo bleibt die Einzigartigkeit? Wieso wird immer mit im Keyboard vorgefertigten Flöten-, Akkordeon- und Streichersounds gearbeitet? Wieso will man so klingen, wie die großen Bands, wie z.B. Finntroll, etc.? Ist die Viking Szene so ausgelutscht, dass jede Band wie die andere klingt? Finsterfrost sind keine schlechten Musiker, auch die Keys klingen sehr hübsch, aber wie ich schon oben erwähnte, wo bleibt die Einzigartigkeit? Wieso versucht man sich nicht einfach von der Masse abzuheben und kreiert etwas neues? Das gleiche Problem taucht bei THIASOS DIONYSOS „Heidrun“ Track 5 auf der CD auf! Wieso klingt alles nach Equilibrium „Met“? Für alle, die nicht wissen wer Heidrun war, hier eine kleine Info von mir:
Heidrun (auch: Heiðrún) war der Name der "Himmelsziege" der nordischen Mythologie, die Met für die Einherjer braute. Die Ziege ernährt sich von den Blättern vom Baum des Lebens, der Weltesche. Sie wird in Snorri Sturlusons Edda beschrieben. In der Lieder-Edda wird Heidrun zweimal erwähnt, ebenso im Grímnismál.
Merkt ihr langsam die Bezüge zu Equilibriums Hit „MET“? Ich will nicht behaupten, dass Herr Einzelprojekt „THIASOS DIONYSOS“ ein schlechter Musiker ist, aber ist es von Nöten vorhandenes Liedgut zu verfälschen, mit ähnlichem Text zu versehen und als neues, nie da gewesenes abzustempeln?
Weitere Bands wie Kromlek (08 – Kromlek ) die Israeliten Arafel mit Polerni Den, sowie DEMONIC RESURRECTION aus Indien mit Spirits of the Mystic Moutains sorgen für Abwechslung auf der Scheibe , und die restlichen nicht erwähnten Bands sind einfach nicht der Rede wert.

Nun zu meinem Fazit:
Vol.3 ist diesmal ein mittelmäßiger Sampler. Leute, die aktiv die Hörner heben, werden Spaß haben, obwohl viele Bands einfach nur schlecht und nervig sind, aber die Geschmäcker sind halt unterschiedlich! Wie ich schon erwähnte, eingeschworene Paganisten und Vikinger werden bei dem Sampler auf ihre Kosten kommen, den anderen würde ich ein kleines antesten ins Öhrchen flüstern!
Sommer 2007 kommt die 4. Ausgabe, bin jetzt schon auf die Bands gespannt!


Ruhrmetal.com