Datum : 24.04.2018
Uhrzeit: : 02:58 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Kromlek - Strange Rumours... Distant Tremors
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Homepage : www.bollwerk-kromlek.de
 

Kromlek - Strange Rumours... Distant Tremors
  »Trackliste
01. Intro: Valtivar - sigtivar
02. Herjan
03. Grim Omens
04. Folkthing
05. När tiden vissnar
06. Harvest
07. Strandhagg Pt1: The Drakkar Approach
08. Strandhagg Pt. II: Wave Bound
09. Strandhagg Pt. III: The Landing
10. SvartMetall (Bonus)

Release: 2007
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Viking Metal
Laufzeit: 42.24 min
Format: CD Audio
Label: Trollzorn Kommentar / Userwertung eintragen

 

Seit 2004 mischen KromleK aus Bayern nun schon die Viking-Szene auf und haben seitdem einige denkwürdige Konzerte gespielt. Sei es beim Nightmare Before Summer 2005 oder auch beiden Nocturnal Empire Festivals 2005 und 2006, immer haben sie ihr Publikum begeistern können. Ihre Bühnenpräsenz, der episch breite Viking-Metal mit majestätischem Flair und der Sinn für Humor haben sie innerhalb kurzer Zeit zu einer festen Grösse in der Szene werden lassen.
Nach dem - streckenweise noch etwas einfältig wirkenden - Erstling "Kveldridur" (2005) kommt nun ihre erste CD in voller Länge auf den Player.
"Strange Rumours - Distant Tremors" erzählt, wie schon ihr Debut, eine Geschichte, oder besser: eine Entwicklung. Nach dem bombastischen Intro startet mit "Herjan" gleich eine majestätische Hymne an den Allvater, eine treibende, sehr melodiöse Gitarrenmelodie, unterstützt von breiten Keyboards zieht sich durch das Stück und unterstreicht den ehrfürchtigen Text.
Gleich im Anschluss folgt ein Epos, das ich in dieser Form noch nicht gehört habe: Grim Omens, ein 8-Minuten-Stück, beginnt mit einer leichten Folkmelodie, die zunächst von Flöte und Keyboard, sehr bald aber von Gitarre und Bass übernommen wird und eine Art Einleitung zu einem heftigen Thrash-Riff ist, das aber auch bald wieder abgelöst wird... wie gesagt, ein Epos mit vielen musikalischen und textlichen Facetten.
Danach hat der Hörer mit "Folkthing" eine Ruhepause in bekannten Gefilden: Ein folkloristisches Thema wird vorgestellt, zunächst mit akustischen Instrumenten, später mit Gitarren, geradeaus und treibend.
Danach eine Ruhepause: "När tiden vissnar" beginnt ruhig, Alphavargs Gesang wird von einer sehr klaren Frauenstimme ergänzt. Das Stück ist so etwas wie die Pause, obwohl es im weiteren Verlauf doch noch ordentlich treibt und das Album nicht zur Ruhe kommen lässt.
Mit "Harvest", einem sehr getragenen Song, sehr episch, sehr breit angelegt, nimmt der erste Teil des Albums sein Ende.
Den zweiten Teil bildet die Trilogie "Strandhagg", von der Teile schon auf dem Debutalbum vorhanden waren, offensichtlich aber neu eingespielt und gemischt wurden. Strandhagg ist ein tiefgestimmtes Epos, symphonisch, pompös. Part 1 ist ein mid-tempo - Kopfnicker, der von den ersten Tönen an mitreißt. In der Mitte lässt er ein wenig nach, wenn die Produktion beim Gitarrensolo etwas dünner wird, aber insgesamt verliert das Stück seinen Charakter nicht.
Der 2. Teil beginnt wieder ruhiger und sehr melodisch, wird jedoch auch bald wieder zum Mid-Tempo-Brett, mitreißend! Auch Teil 3 funktioniert so, was nicht abwertend klingen soll. Insgesamt ist Strandhagg ein sehr geschlossenes Epos, mitreißend und treibend.
Den Abschluss des Albums bildet das kurze Humppa - Stückchen "Svart Metall". Dazu kann man nicht viel sagen: Eine leichte, beschwingte Humppa - Melodie halt. Sicherlich ein krönender und schöner Abschluss der Platte.

Insgesamt ist "Strange Rumours... Distant Tremors" ein geschlossenes, mitreissendes Werk mit "Zuhör"-Qualitäten. Die Produktion klingt zwar sehr spröde und lässt manchmal die Breite und Tiefe vermissen, die der epischen Musik angemessen wäre, was den Gesamteindruck schmälert, aber hörenswert ist sie allemal.



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