Datum : 24.04.2018
Uhrzeit: : 02:51 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Crystel Viper - The Curse Of Crystal Viper
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Homepage : www.crystalviper.com
 

Crystel Viper - The Curse Of Crystal Viper
  »Trackliste
01. ... I See Him! (Intro)
02. Night Prowler
03. Shadows On The Horizon
04. City Of The Damned
05. The Last Axeman
06. Island Of The Silver Skull
07. I Am Leather Witch
08. Demons' Dagger
09. The Fury (Undead)
10. Sleeping Swords

Release: 2007
WERTUNG
4.5 /6 Sternen
Stil: Heavy Metal
Laufzeit: 45.49 min
Format: CD Audio
Label: Karthago Records Kommentar / Userwertung eintragen

 

Das erste Lebenszeichen der polnischen True Metaller von CRYSTAL VIPER erschien letztes Jahr in Form von „Wild Child“ auf einem W.A.S.P. Tribute-Album. Nun haben die Mannen um Frontsirene Leather Wych mit „The Curse of the Crystal Viper“ endlich ihr lang ersehntes Debütalbum veröffentlicht und treten mit einem Mix aus CIRITH UNGOL und NWoBHM gewaltig in die Ärsche vermeintlicher Genre-Größen.

Meckerbolzen sei sogleich versichert, dass die Stimme der sympathischen Sängerin sich mitnichten am Gesäusel von opernhaften Gothicmädels, sondern vielmehr am dynamischen, manchmal rauchigen Gesang von echten Metal-Ladies wie Doro (zu WARLOCK-Zeiten) und Jutta Weinhold (ex-ZED YAGO) orientiert. Auch die Gitarrenfraktion weiß ihr Handwerk zu beherrschen. So knallen die Riffs und Melodien stets druckvoll und sauber gespielt durch die Lautsprecher und lassen des Öfteren Anleihen zum Teutonenstahl der 80’er erkennen.

Nach einem klischeehaft gesprochenen Intro (Schlagwörter wie „Axe“, „Fear“, „Skull“, „damned“, „strong“, „faith“, „soul“, „unholy“, „sword“, „blood“ und „hell“ sind vollständig angetreten) startet das Album mit einem old-school Riff und der „Night Prowler“ knallt sich eindrucksvoll ins Langzeitgedächtnis. Das musikalisch stark an klassische IRON MAIDEN erinnernde „Shadows of the Horizon“ und das speedige „City of the Damned“ überzeugen ebenso, wie das melodiöse „The last Axeman“. Mit „Island of the silver Skull“ hat die Band einen echten Nackenbrecher am Start, der durch seinen stampfenden Rhythmus überzeugt. Die heimliche Ode an die Bandsängerin „I am Leather Witch“ besticht durch solide Riffwände, während das folgende „Demon’s Dagger“ voll auf beinharte Epik setzt. „The Fury (Undead)“ tritt das Gaspedal einmal mehr voll durch, während das abschließende „Sleeping Swords“ schon fast Doom Metal artig daherkommt.

Hat man sich das Album erst einmal zu Gemüte geführt, folgt unweigerlich der Druck auf die Repeat-Taste. „The Curse of the Crystal Viper“ ist unglaublich vielfältig und entwickelt seine volle Stärke trotz der eingängigen Songs erst nach mehreren Durchläufen. Die Band versteht es dabei, den Spagat zwischen verschiedenen klassischen Metalstilen zu vollziehen ohne einen einheitlichen Sound zu verlieren.

Fazit:
Da sowohl MANOWAR, als auch SAXON derzeit mit ihren aktuellen Langeisen für wenig Begeisterung sorgen, ist es schön, dass mit CRYSTAL VIPER eine Band frischen Wind in die Hallen des wahren Stahls bringt. Ausbaufähig, aber mehr als hörenswert.



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