Datum : 23.01.2018
Uhrzeit: : 13:11 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Atlantean Kodex - The Pnakotic Demos
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Homepage : www.atlanteankodex.de
 

Atlantean Kodex - The Pnakotic Demos
  »Trackliste
1. From Shores Forsaken
2. Marching Homeward
3. The White Ship
4. The Hidden Folk

Release: 2007
WERTUNG
5.5 /6 Sternen
Stil: Epic Metal
Laufzeit: 31.14 min
Format: CD Audio
Label: New Iron Age Records Kommentar / Userwertung eintragen

 

Der ein oder andere, der möglicherweise aus purer Neugierde dieses Review angeklickt und von Atlantean Kodex vermutlich noch nie gehört hat, wird sich aufgrund der Wertung gewundert haben. Fast die volle Punktzahl für eine 4 Track Demo Aufnahme einer jungen, unbekannten Band aus Bayern? Ja, verdammt! Denn was die Jungs um Sänger Markus Becker und Gitarrist Manuel Trummer hier abgeliefert haben, gehört für mich persönlich zu den bisher stärksten Veröffentlichungen des Jahres 2007! Absolut bodenständige, ehrliche Musik für Fans von Bathory, (alten) Manowar und Manilla Road. Der deutsche Underground ist anscheinend lebendiger denn je, nicht nur im Thrash Bereich, sondern auch im klassischen Metal geht hierzulande wieder einiges. Trendfucker, ihr braucht hier nicht weiterzulesen, Atlantean Kodex spielen „Regressive Epic Metal“ oder auch „Narrow-minded Heavy Metal“ nach eigener Bezeichnung. Der Name ist Programm, hier gibt es Futter für das Heart of Steel!

Die Demo bringt es auf satte 30 Minuten Spielzeit. Die Produktion geht absolut in Ordnung, ein glattgebügelter Sound, wie ihn die meisten Topproduktionen heutzutage aufweisen, würde hier viel zu viel zerstören. Mit wieviel Herzblut die Musiker bei der Sache sind, merkt man hier jeder gespielten Sekunde an. „From Shores Forsaken“ ist ein erstklassiger Epic Metal Meilenstein mit fabelhaften Gitarrenharmonien und einem Gesang, der einem Gänsehaut verschafft und zu Tränen rührt. Niemand geringeres als Ross The Boss hat sich auf dem Track mit einem Solo verewigt. Sehr passend, denn Ross The Boss mit seiner Band und Atlantean Kodex sind heute mehr Manowar als die Originale mit ihrem Casiotrauerspiel selbst. Bei „Marching Homeward“ wird das Gaspedal dann etwas angezogen. Hervorheben muss man auch, dass es zu keinem Zeitpunkt schmerzhaft kitschig wird, wie es gelegentlich manch´ anderen Kapellen passiert, die sich „True“ oder „Epic“ auf die Fahnen geschrieben haben. Die Musik berührt das Herz, man malt sich Bilder von malerischen Landschaften oder Schlachten vor dem inneren Auge aus. Zumindest geht es mir so, vergleichbar mit der Wirkung von Bathorys Göttergaben „Hammerheart“ und „Twilight of the Gods“. „The White Ship“ ist ein tolles A-capella Stück, in dem sich das Talent und Potential von Markus Becker offenbart. Das absolute Highlight für mich ist jedoch das abschließende „The Hidden Folk“. Dieses Stück könnte ich mir wirklich zigmal in der Endlosschleife anhören, ohne dass es auch nur eine Sekunde langweilig wird. Wer wissen will, worum es geht, dem lege ich mal mein Interview mit Manuel Trummer ans Herz.

Fazit: Das hier ist kein Kauftipp, sondern hier besteht absolute Kaufpflicht! Die Jungs werden noch richtig groß werden und ihr wollt euch doch später nicht nachsagen lassen, dass ihr die ersten, bis dahin vermutlich schon längst mit Kultstatus versehenen Releases verpennt habt! *g*

BOW DOWN TO THE ATLANTEAN KODEX!


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