Datum : 23.01.2018
Uhrzeit: : 12:59 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Delta - Apollyon is free
» Delta - Apollyon is free
Homepage : www.deltachile.com
 

Delta  - Apollyon is free
  »Trackliste
1. Opening
2. The Truth
3. Apollyon Is Free
4. Infinite Sadness
5. Enigma
6. Encheiresin Naturea
7. Face The World
8. Fly Away
9. Two Faces
10. Burning Soul
11. Schizophrenia

Release: 2004
WERTUNG
4 /6 Sternen
Stil: Neo Metal
Laufzeit: 70.14 min
Format: CD Audio
Label: Pez Producciones

 

Delta entstammen dem schönen Chile und von dort aus will das Sixpack nun die Welt erobern. Uns Musikverwöhnten Euros liegt nun mit „Apollyon is free“ die Debütscheibe dieser viel versprechenden Band vor. Die ansonsten von mir gewohnte Rezension der einzelnen Songs erspare ich mir an dieser Stelle, da die Jungs (insbesondere natürlich die Gitarrenfraktion) einen dermaßen komplexen und verfrickeltem Sound fabrizieren, dass man ihn nur schlecht in Worte fassen kann. Die Bezeichnung Neo Classic Metal hab ich mir übrigens nicht aus den Fingern gesaugt, vielmehr stammt diese aus der Feder des, ebenfalls in Chile ansässigen, Vertriebes. Um die unvermeidlichen Vergleiche zu ziehen: Delta lassen eindeutig „klassische“ Metalharmonien a la Iron Maiden oder Helloween vom Stapel gehen jedoch gleichzeitig ziemlich progressiv, soll heißen mit einem gewaltigen Dream Theater Einfluss, zu Werke, womit an und für sich recht ansehnliche bzw. anhörbare Voraussetzungen geschaffen wären. Zusammen mit dem leider zu vertrackten Gesamtsound allerdings gehen diese Voraussetzungen den Bach runter, denn wenn man nicht gerade auf turmhohe Arrangements steht wird der Sound schnell regelrecht langweilig. Schon der überlange Opener geht einem nach zwei drei Minuten gehörig auf die Nüsse. Das etwas kürzere „The Truth“ rockt zwar etwas besser ist aber auch eindeutig zu lang. Insgesamt gesehen kann die zweite Hälfte der Platte etwas mehr überzeugen. Besonders „Two Faces“ und „Burning Soul“ sind echte Granaten.
Fazit: Alle Poser Kiddies und Knüppelfeaks sollten um diese Scheibe einen weiten Bogen machen. Wer jedoch auf ellenlange Gitarrensoli und progressiven Sound abfährt sollte ruhig einmal den einen oder anderen Lauscher riskieren.




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