Datum : 18.06.2018
Uhrzeit: : 23:21 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Dimmu Borgir - Death Cult Arm...
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Homepage : www.dimmu-borgir.com
 

Dimmu Borgir  - Death Cult Arm...
  »Trackliste
1. Allegiance
2. Progenies fo the Great
3. Lepers Amon Us ...
4. Vredesbyrd
5. For The World To Dedi....
6. Blood Hunger Doctrine
7. Allehelgens Död I
8. Cataclysm Children
9. Eradication Instincts
10. Unorthody Manifesto
11. Heavenly Perverse
12. Satan My Master

Release: 6.10.2003
WERTUNG
6 /6 Sternen
Stil: Black Metal
Laufzeit: 50 min
Format: CD Audio
Label: Nuclear Blast

 

Allen Zweiflern und Nörglern zum Trotz haben Dimmu Borgir mit dem vorliegenden Longplayer endgültig den Thron des norwegischen Black Metal bestiegen. Nach dem etwas schwächeren Vorgänger zeigt die Band nun, wie moderner Black Metal klingen muss. Doch Puristen seien gewarnt, denn mit dem Gebolze früherer Tage hat "Death Cult Armageddon" absolut nichts mehr gemein.

Statt dessen setzt die Band auf klar strukturierte eingängige Songs und scheut sich nicht davor, stilfremde Elemente zu verwenden. Die musikalische Zusammenarbeit mit den Prager Philharmonikern unter fachkundiger Leitung von Adam Klemens zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album, ohne an irgend einer Stelle störend oder gar deplaziert zu wirken.

So wirkt denn auch ein Großteil der Songs eher wie der Soundtrack zu einem Horrorfilm denn wie lupenreiner Black Metal. Doch zuerst geht es in "Allegiance" mit einer Intensität los, die man so seit "Stormblast" von der Band nicht mehr gehört hat, um dann im Mittelteil sozusagen als Aha-Effekt mit dem ersten Einsatz der klassischen Musiker aufzuwarten. Deren Anteil an den Songs steigert sich über das erste Highlight "Progenies Of The Great Apocalypse" bis in das göttliche "Blood Hunger Doctrine", einem wundervoll getragenen Song, in dem sich Orchester und Gitarren sehr harmonisch ergänzen. Doch genug der Melancholie, im Folgenden geht es dann wieder etwas heftiger zur Sache, wobei insbesondere "Cataclysm Children" durch den dezenten Einsatz eines Pianos hervor zu heben ist.

Für mich der absolute Höhepunkt der Scheibe ist "Eradication Instincts Defined", zu dem die Prager Philharmoniker ein fast schon beschwingtes Intro beisteuern. So ergibt die Mischung aus klassischen Instrumenten, elektrischen Gitarren, Doublebass und dem intonierten Hass von Sänger Shagrath ein Meisterstück, an dem sich alle Musiker aus dem Bereich des symphonischen Black Metals werden messen lassen müssen. Im mit knapp 9 Minuten längsten Titel "Unorthodox Manifesto" dagegen setzen die 6 Norweger dann wieder mehr auf metallische Instrumentierung, besonders zu erwähnen ist hier das Slayer-mäße Solo im Mittelteil. Den Abschluss des regulären Albums bildet mit "Heavenly Perverse" ein Midtempo-Rocker, der mich mit seinen schaurig schönem Chören ein wenig an die Landsmänner Immortal erinnert.

Das äußerst positive Gesamtbild wird schließlich durch das Bathory-Cover "Satan My Master", das es als Bonustrack auf dem Digipack gibt, abgerundet. Man mag zu der Veröffentlichungspolitik von Nuclear Blast stehen, wie man will (es gibt allein 4 verschiedene CD-Versionen jeweils mit anderen Bonustracks und jeder Menge nutzlosem Pillepalle), fest steht für mich, dass Dimmu Borgir mit diesem Album ihr Meisterstück abgeliefert haben



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