Datum : 25.04.2018
Uhrzeit: : 00:27 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Equilibrium - Turis Fratyr
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Homepage : www.equilibrium-metal.de
 

Equilibrium - Turis Fratyr
  »Trackliste
1. Turis Fratyr
2. Wingthors Hammer
3. Unter der Eiche
4. Der Sturm
5. Widars Hallen
6. Met
7. Heimdalls Ruf
8. Die Prophezeiung
9. Nordheim
10. Im Fackelschein
11. Tote Heldensagen
12. Wald der Freiheit
13. Shingo Murata (Bonussong Digi)

Release: 2005
WERTUNG
5.5 /6 Sternen
Stil: Viking Metal
Laufzeit: 50.19 min
Format: CD Audio
Label: Black Attakk

 

ach der ersten Demo, welche die Popularität der Band sprunghaft ansteigen ließ und nun endlich ihr Debüt Album erschienen. Trotz zahlreicher Verschiebungen, kann ich es nun doch noch in Händen halten und vorneweg, dass warten hat sich gelohnt.
Wer die Demo mochte, wird vom Album schier begeistert sein. Doch eins nach dem anderen.
Derjenige, der dass Digipack sein eigen nennt, bekommt die CD in einer schmucken, aufklappbaren Papphülle. Ein Booklet mit vielen bunten Bildchen und allen Lyrics komplettiert das Ganze.
Satter Sound, der dem der Demo zwar ähnelt, jedoch deutlich runder und aufeinander abgestimmter wirkt (dies ist allerdings ein zweischneidiges Schwert, da der Sound stellenweise nun doch sehr glattgebügelt erscheint.).
Das Album beginnt mit atmosphärischem Sound (keine Ahnung wie man es umschreiben soll O.o) um dann in einem Chor zu gipfeln und alle angestaute Spannung mit den ersten Takten von „Wingthors Hammer“ rauszulassen. Einigen schon bekannt, vom Summer Breeze Sampler, findet man hier hauptsächlich schnelle Parts, mit folkigen Keyboard Melodien im Hintergrund, immer wieder im Wechsel mit ruhigen Strophen, in denen die Gitarren und der Gesang in den Vordergrund treten. Besonders nett anzuhören ist, wenn die Gitarre die Melodielinie mitspielt. Davon bitte mehr, da sich teilweise das Keyboard sonst wirklich zu stark in den Vordergrund drängt. Aber trotz allem, sicherlich eines der stärksten Lieder auf dem Album, mit ordentlich Hit Potential.
Weiter geht es mit einem Song, der auch schon auf der Demo für Furore gesorgt hat. Wer mehr darüber wissen möchte, den Verweise ich auf meine Review über die Demo^^
Der einzige Unterschied, ist wie gehabt, der veränderte Sound, was sich besonders in der kräftigeren Stimme und dem noch melodischeren Keyboard Sound wiederspiegelt.
Das nächste Lied, genannt „Der Sturm“ war auf der Demo noch nicht vorhanden, wohl aber auf einem Legacy Sampler. Dieses kommt deutlich Heavyer daher als der Rest und das Keyboard nimmt eine weit weniger tragende Rolle ein. Sogar ein nettes Solo wird dem Hörer hier spendiert (warum nicht mehr davon in den anderen Songs?).
Ganz im Gegensatz dazu steht der folgende Track „Widars Hallen“, der nun neu dazugekommen ist. Hier werden wunderbare Spannungsbögen aufgebaut, die sich dann immer wieder in Blastparts entladen. Dies sorgt für ein unterhaltsames hoch und tief innerhalb des Songs. Insgesamt mit Sicherheit einer des komplexesten Songs auf dem Album und mit 8:15 min Länge wird er trotz allem zu keiner Zeit langweilig.
Zum folgenden Track „Met“ muss eigentlich nicht mehr viel gesagt werden. Der Equi Schlager schlechthin^^
Man bedient sich mit „Heimdalls Ruf“ nun eines kleinen Keyboard Zwischenspiels um dann mit „Die Prophezeiung“ wieder auf einen Song der Demo zurückzugreifen (wie gehabt in neuem Gewand). „Nordheim“ ist auch schon bekannt und hier fällt erstmals auf, dass die neuen Keyboards Sound doch recht gewöhnungsbedürftig sind. Da hatten die Sounds der Demo manchmal einfach einen authentischeren Touch.
Weiter geht es mit einem erneuten Zwischenspiel, eine Harfe am Lagerfeuer. Wunderbare Melodie mit klassischen Einflüssen, doch hätte man hier besser auf eine Akustikgitarre zurückgegriffen, da der Harfen Sound nicht so recht zum Lagerfeuer Flair passen will.
Der nächste Track „Tote Heldensagen“ ist ebenfalls ein neuer und hier scheint ein leichter Seemanns Touch durch. Gastiert Songwriting technisch auf ähnlich hohem Niveau wie Widars Hallen und dies lässt vermuten, dass man in Zukunft wohl eher in Richtung längere Songs gehen wird (auch hier ein Track mit über 8min).
Für die Besitzer des regulären Albums ist der Hörgenuss nach dem Outro zuende, Besitzer des Digi Packs erwartet allerdings noch ein besonderes Schmankerl: „Shingo Murata“
Das ganze lässt sich am besten als Monkey Island meets Viking beschreiben und mutet stellenweise zwar sehr merkwürdig an, letztendlich jedoch sehr innovativ und gespickt mit vielen eingängigen Melodien, sie zum Schunkeln einladen.
Dieses Album ist wahrlich jedem Viking Fan zu empfehlen und der rasende Aufstieg der Band im letzen Jahr gibt ihnen sicherlich recht. Hoffen wir, dass uns in Zukunft noch ähnliche Kracher aus München erwarten werden.


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