Datum : 19.04.2018
Uhrzeit: : 15:23 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Exotherm - Project 47
» Exotherm - Project 47
Homepage : www.exotherm.net
 

Exotherm - Project 47
  »Trackliste
1. Believe in god
2. Father
3. Thoughts like poison
4. Icarus
5. It's time
6. What to think
7. Come home
8. 4…1…

Release: 2004
WERTUNG
4 /6 Sternen
Stil: Heavy Metal
Laufzeit: 40.42 min
Format: CD Audio
Label: Limited Access Records

 

Bereits seit sechs Jahren sind Exotherm beisammen und können bis heute ein Demo sowie dreierlei Beiträge auf einschlägigen Samplern vorweisen. Für einen solchen Zeitraum, ist dies freilich noch nicht die Welt, konsequenter Weise geht die Band nun einen Schritt weiter und präsentiert mit Project 47 ihr eigen produziertes Debüt. Dabei geht das Quintett, obwohl im Schnitt gerade einmal 21 Sommer alt, überraschend nach Machart der guten alten Schule zu Werke. Da betagte 80er Riffs aber auf Dauer zu eintönig sind mischen die Knaben noch ein wenig neumodische (bitte nicht verwechseln mit Nu metallische) Melodeien in ihren kompositorischen Eintopf. Zusammen mit ein wenig Sentenced Melancholie reift diese Suppe zu einem wahrhaft hörbaren Erlebnis. Es geht auch gleich richtig schmucke zur Sache. Der Opener „Believe in God“ startet eher verträumt, entwickelt sich jedoch schnell zu einem gelungenen Mix aus, sagen wir einmal Venom, Kreator und alten Maiden (fragt mich nicht wie ich darauf gekommen bin). Is halt ne ziemlich schnelle Nummer bestückt mit der annehmbaren Melodie und einem – voll krass Alter – Solo. „Father“ ist so eine richtig schöne stampfende Hymne der eine etwas ausgewogenere Produktion sicherlich nicht ungut tun würde. „Thoughts like poison“ klingt vom Titel her erst ma nach ultra trauriger Düstermucke, entpuppt sich jedoch als krachender Old-Schooler. Das mit Abstand modernste Soundgewand fährt das durchaus Radio taugliche „Icarus“ auf. „What time to think“ könnte an und für sich richtig grooven, jedoch fällt der erwünschte Effekt auch hier der etwas laschen Produktion zum Opfer. Mein absoluter lieblings- Knuddelsong verbirgt sich hinter dem Titel „What to think“ der harmonisch startet und dann schneller wird und dann sogar noch einige Black Metal Vocals vorweisen kann (die jedoch flüsternd vorgetragen werden – klingt komisch is’ aber so) und dann sich zu nem absolut krachenden Midtempokracher mausert. „Come home“ ist der für mich eher schwächste Titel der jedoch mit ansehnlichen Shouts und sattem Solo einiges an Boden gut macht. Zum Schluss hab ich noch eine ebenso witzige wie passende Vergleichsbeschreibung. „4…1…“ klingt, ich kann es nicht anders beschreiben, wie Slayer meets Twisted Sister. Gut der Vergleich wird vielleicht nicht jeden Mattenschwinger überzeugen und vielleicht spielen die Aspirintabletten die ich mir gerade reingepfiffen hab auch die ein oder andere Rolle bei diesem Gedankengang aber… ach is auch wurscht.
Fazit: Altgebackenes mit modernen Klängen zu verbinden geht ziemlich oft in die Hose. Exotherm jedoch zeigen wahre Spielfreude und mit zunehmender Erfahrung und einer besseren Produktion kann aus denen bestimmt ma wat werden.


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