Datum : 21.06.2018
Uhrzeit: : 06:46 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Far Beyond - An Angel’s Requiem
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Far Beyond - An Angel’s Requiem
  »Trackliste
1. The Gate
2. A Kingdom’s Lost Beauty
3. The Ancient Realms
4. An Angel’s Requiem
5. Bleeding Rose
6. Dream In Beautiful Slumber
7. Mournful Abyss
8. Tribute To Resurrection
9. Prophecy Of Salvation
10. Forgotten Past

Release: 29.03.2005
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Dark Metal
Laufzeit: 53.09 min
Format: CD Audio
Label: Source Of Deluge

 

Mit “Far Beyond” haben wir es einmal mehr mit einem Soloprojekt zu tun, das der Nürnberger Eugen Dodenhöft sein eigen nennt. Im Jahr 2001 gegründet, brachte man es im darauf folgenden Jahr zum ersten Demo „Bleeding Rose“, dieses fand guten Anklang und brachte Herrn Dodenhöft einen Plattenvertrag bei Source Of Deluge. Mit „An Angel’s Requiem“ erscheint nun sein erstes Full-Lenght-Album.

Beim ersten Track „The Gate“ handelt es sich um ein melodisches Intro, sehr schön um sich erst einmal in die Materie einzuarbeiten. „A Kingdom’s Lost Beauty“ startet mit der gleichen Beschaulichkeit, trumpft dann aber durch seine impulsiven Gesangs – und Gitarreneinlagen deutlich auf, die im Wechsel mit ruhigeren Parts liegen. Der dritte Song „The Ancient Realms“ beginnt mit einem gezupften Gitarrenstück, zu dem sich ruhiger Keyboardsound mischt. Im Großen und Ganzen lassen sich einige Parallelen zum zweiten Stück ziehen, wobei die Vocals zum Teil etwas rauer rüberkommen. Der Titelträger der Scheibe „An Angel’s Requiem“ und zudem mit einer Spieldauer von 7:45 min. das längste Stück der Scheibe, besticht seinen Hörer durch seinem choralen Refrain. „Bleeding Rose“ ein weiters Instrumentalstück erweckt große Tiefe und könnte auch zur Untermalung von Filmmaterial genutzt werden. Einfach mal einen Moment inne halten und genießen, währenddessen in „Dream In Beautiful Slumber“ wieder an Tempi zugelegt wird. Wobei hier auch Gitarrensoli’s nicht zu kurz kommen, insgesamt ein sehr verspieltest melodisches Stück. Der siebte Song „Mournful Abyss“ legt reichlich Wert auf Zügigzeit, wirkt flott und fetzig allerdings haben wir hier wieder Choralgesang der auf dem Höhepunkt doch alles ein wenig abbremst. Mit „Tribute To Resurrection“ schreiten wir wieder einmal rüber zu den instrumentalen Glanzpunkten der CD, bombastisch impulsiv … Ich muss echt sagen hier liegen klar die stärken des Herrn Dodenhöft. Mit „Prophecy Of Salvation” erleben wir ein sehr exzentrisches Werk, indem die Anfangs computerbearbeitete Stimme doch Geschmacksache ist. Ansonsten ein Stück das weiter in die Reihe zwischen ruhigen/clean und wechselnden schnellen/rauen Vocals passt. Der letzte Track der Scheibe „Forgotten Past” besitzt einen fundamentalen Keyboard Unterbau, belebt durch raue Gesangsparts und reichhaltigen Sprechgesang.

Fazit: In der letzten Zeit scheinen Ein-Mann-Projekte immer mehr an Bedeutung zu zunehmen, anscheinend verfallen die Musiker in einen regelrechten Schöpfungswahn, so sollte man eigentlich meinen, das man als mehrköpfige Truppe größeres Ideenreichtum zu Tage bringt. Gegen dieses Konzept trotzten schon einige namenhafte Projekte wie zum Beispiel Falkenbach. Diesem Grundgedanken folgt auch „Far Beyond“ so wirken zwar einige Stücke der Scheibe noch ein wenig holprig und unausgefeilt, doch wie schon erwähnt, bringen gerade die Instrumentalstücke einiges an Ideenreichtum ans Licht von denen sich viele eine Scheibe abschneiden können. Als Anspieltipp sollte man sich einmal „A Kingdom’s Lost Beauty“ zu Gemüte führen, da dieses Liedchen doch die gesamte Spanne Dodenhöfts gut abdeckt.


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