Datum : 23.01.2018
Uhrzeit: : 12:58 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Finntroll - Visor Om Slutet
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Homepage : www.finntroll.net
 

Finntroll - Visor Om Slutet
  »Trackliste
1. Suohengen sija
2. Asfågelns död
3. Försvinn du som lyser
4. Veripuu
5 .Under Varje Rot Och Sten
6. När Allt Blir Is
7. Den Sista Runans Dans
8. Rov
9. Madon Laulu
10. Svart Djup
11. Avgrunden Öppnas

Release: 23.6.2003
WERTUNG
6 /6 Sternen
Stil: Viking Metal
Laufzeit: 40 min
Format: CD Audio
Label: Spikefarm Records

 

Eigentlich sind die sympathischen Finnen immer als recht humorvoll und fröhlich bekannt gewesen. Doch in den Monaten vor dem Erscheinen dieser Mini-CD musste die Band zwei herbe Schicksalsschläge hinnehmen.

Gründungsmitglied Teemu "Somnium" Raimoranta kam am 16.03.2003 bei einem Unfall ums Leben. Das offizielle Statement der Band hierzu:

Teemu "Somnium" Raimoranta (born 19.5.1977), the guitar player of both Finntroll and Impaled Nazarene, died in Helsinki on Sunday the 16th of March in an alcohol-related falling accident. Finntroll and Impaled Nazarene are very devastated for this loss: "Not only did we lose a great guitar player, but we also lost a very good friend".

Jeder hat seine Art, mit so einem Verlust umzugehen. Finntroll tun dies, indem sie ein ganz und gar unmetallisches Album voller traditioneller finnischer Folk-Klänge veröffentlichen.

Die Band verzichtet bei den 11 Eigenkompositionen vollständig auf genretypische Instrumentierung, statt dessen kommen traditionelle Instrumente wie Flöten, Mundharmonikas, Hörner oder Holztrommeln zum Einsatz, die Texte sind ausnahmslos in finnisch. Auch ist hier das letzte Mal Sänger Katla zu hören, der in Zukunft wegen seiner Krebserkrankung nicht mehr hinter dem Mikro stehen wird.

Herausgekommen ist beileibe kein spektakuläres Album, aber eines, das man durchaus in einer stillen melancholischen Minute auflegen und genießen kann. Zudem beweist "Visor om slutet" eindrucksvoll, dass die Band keine lärmende Horde ist und aus durchaus talentierten Musikern besteht.

Wer also gerne mal über seinen musikalischen Tellerrand blickt, ist mit der Mischung aus nordischer Folklore und mystisch angehauchten Soundtrackmelodien bestens bedient. Nicht zuletzt macht das Album neugierig auf den nächsten regulären Longplayer


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