Datum : 24.04.2018
Uhrzeit: : 02:59 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Further Lo - Further Lo
» Further Lo - Further Lo
Homepage : www.furtherlo.com
 

Further Lo - Further Lo
  »Trackliste
1. I Bleed
2. Attachment Theory
3. Awake
4. The Actor
5. Fanatic
6. Untitled (As I Burn)
7. The Past
8. Pissed Off
9. No Vacancy
10.Eraser

Release: 2004
WERTUNG
3 /6 Sternen
Stil: Prog. Metal
Laufzeit: 24.30 min
Format: CD Audio
Label: Power Play Records

 

Liebe Vertriebsleute bei Power Play Records. Kleiner Tipp: Wenn Ihr wollt, dass sich die Fachpresse eine fundierte Meinung über Euren neusten Schützling bilden kann, solltet Ihr keine halben Promos verschicken. Sei’s drum nun ist es zu spät und lediglich sechs (inklusive einer Demoversion) der insgesamt zwölf Kompositionen des Selbstbetitelten Debüts stehen zur kritischen Betrachtung bereit. Die aus fünf Mitgliedern bestehende US-Combo hat sich mit Leib und Seele einem bunten Mischmasch aus NuMetal, US PowerMetal, NeoThrash, Hardcore, Industrial und was weiss ich nicht noch allem verschrieben. Los geht’s mit „I Bleed“, welcher Zugleich der herausragenste Song dieser Scheibe ist. Die Gitarren knallen richtig schön fett und nicht zu tief gestimmt aus den Lautsprechern, der Refrain bleibt gleich beim ersten Durchlauf im Ohr hängen und die leichten Ansätze einer Melodie hinterlassen einen gewissen Widererkennungswert. Leider ist der Höhepunkt dieser Platte damit auch erreicht. Die folgenden Songs „The Actor“ und „Untilted – As I Burn“ basieren zwar auf ordentlichen heavy Riffs, die aber durch die langweiligen Arrangements und Sänger Aaron Werners kraftlose Stimme verhunzt werden. „Pissed off“ ist dann ein typischer NuMetal Song mit extrem tief gestimmten Äxten, Sprechgesangversuchen und vielen Hardcore Anleihen. Klingt ein wenig nach einer Mischung Fear Factory, leider ohne Fear und System of a Down. Im selben Stil nur mit düsteren Keyboards, die sich allerdings weit in den Hintergrund drängen, geht’s mit „No Vacancy“ weiter. Das Grundriff dieses Songs ist zwar stark und hätte auch ohne jegliche Probleme von Rammstein stammen können, aber das rettet den Song auch nicht. Als „krönenden“ Abschuss bietet die vorliegende Promo noch eine Demoversion zu „I Bleed“, die man sich wirklich hätte schenken können.
Fazit: Zweifelsohne beherrscht das Quintett aus Ohio seine Instrumente und aufgrund der Tatsache, dass hier lediglich ein halbes Album vorliegt kann und will ich mir keine endgültige Meinung bilden. Gute Ansätze sind zwar vorhanden, aber wenn sich der Rest des Full Lenght Albums an diesen zum Teil extrem lahmen Stücken orientiert werden Further Lo ganz schnell wieder in der Versenkung verschwinden.



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