Datum : 24.04.2018
Uhrzeit: : 02:57 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : God Dethroned - The Lair of the White Worm
» God Dethroned - The Lair of the White Worm
Homepage : www.goddethroned.com
 

God Dethroned - The Lair of the White Worm
  »Trackliste
1.Nihilism
2.Arch Enemy Spain
3.Sigma Enigma
4.The Lair Of The White Worm
5.Rusty Nails
6.Loyal To The Crown Of God Dethroned
7.Last Zip Of Spit
8.The Grey Race
9.Salt In Your Wounds

Release: 2004
WERTUNG
6 /6 Sternen
Stil: Death Metal
Laufzeit: 40.19 min
Format: CD Audio
Label: Metal Blade

 

Mit God Dethroned hat Metal Blade Records wohl eines der heissesten Alben der letzten Jahre im Feuer. Mit „Into the Lungs of Hell“ schaffte die Band anno 2003 ihren endgültigen Durchbruch, eine ausgedehnte Tournee und erfolgreiche Festivalauftritte folgten die allerorts von begeisterten Fanscharen angenommen wurden. Logo, dass nach einem solchem Hammeralbum die Erwartungshaltungen entsprechen hoch waren. Das Damoklesschwert der Auflösung hing jedoch wie ein bedrohlicher Schatten über der Band als sich kurz vor Studiotermin Basser Beef und Leadgitarrist Jens, mangels Motivation für ausgedehnte Tourneen und Studioarbeiten, aus dem Staub machten. Zum Glück wendete sich jedoch noch alles wieder zum guten und mit Henk Zinger am Tieftöner sowie Isaac Delahaye an der Lead konnten die zu Lücken mehr als adäquat gefüllt werden. Frischer Wind kann für manche das Aus bedeuten, in diesem Falle jedoch wehte dieser genau zur richtigen Stunde. Denn „The Lair of the White Worm“ hält nicht nur das grandiose Niveau seines Vorgängers, sondern übertrifft dieses noch um Längen. Mies gelaunte Zeitgenossen mögen dem etwas abgeänderten Sound vielleicht den „is mir nich hart genug“-Stempel verpassen, ich für meinen Teil finde jedoch, dass der etwas melodischere Sound und der nun nicht mehr ganz so tiefe Grunzgesang von Henri Sattler, eine mehr als gelungene Weiterentwicklung darstellen. Davon abgesehen, verdienen God Dethroned auch mit ihrem mittlerweile sechsten Studioalbum noch immer das Gütesiegel des extremen Metal, was besonders an der ziemlich old schooligen Nummer „Loyal to the Crown of God Dethroned“ anschaulich wird. Los geht’s allerdings mit dem eher im Midtempo Bereich angesiedelten „Nihilism“. Äußerst melodisch mit sagenhaften Riffs und klasse Soli und zu guter letzt doch noch ein Blastpart. Danach folgt der für meinen Geschmack geilste Kracher auf dieser Scheibe. „Arch Enemy Spain“ behandelt die Thematik des 80jährigen Krieges zwischen Spanien und den Niederlanden (1568 – 164 und überrascht genau wie das vorangegangene Stück durch eine erstaunliche Ausgewogenheit zwischen melodischen Parts und den Schnellzugetappen. Ein Hit jagt den nächsten “Sigma Enigma” kommt noch eine Ecke moderner daher und der Titeltrack “The Lair of the white Worm” fetzt orkanartig alles auseinander. Wer schon immer wissen wollte wie sich der Sohn des christlichen Gottes wohl gefühlt haben mag, als er an Gebälk gezimmert wurde der sollte sich “Rusty Nails”, die “ruhigste” Nummer dieses Albums, reinpfeiffen. “The last Zip of Spit” ist ein klassischer Thrash mäßig angehauchter Death Metal Song, samt bloody gore Lyrics, mit ordentlich Tempo, leider aber ohne wirklichen Tiefgang. Auch “The grey Race” weiss zu überzeugen. Groovig und schnell mit klasse Leads und Soli. “Salt in your Wounds” hat auf jeden Fall das Zeug sich zu einem DER Livehits der kommende Jahre zu mausern. Absolut bangtauglich.
Fazit: Man man man. God Dethroned haben wirklich alle Erwartungen übertroffen die ich zu stellen gewagt habe. Ausserdem muss ich mich jetzt erst einmal auf die Suche nach einer Platte machen, auf der so viele und dazu noch geniale Solis verbraten werden, ohne das dadurch die Songstrukturen aus allen Nähten platzen.


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