Datum : 23.01.2018
Uhrzeit: : 13:06 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Grave Digger - The Last Supper
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Homepage : www.grave-digger.de
 

Grave Digger  - The Last Supper
  »Trackliste
1. Passion
2. The Last Supper
3. Desert Rose
4. Grave In The No Man's Land
5. Hell To Pay
6. Soul Saviour
7. Crucified
8. Divided Cross
9. The Night Before
10. Black Widows
11. Hundred Days
12. Always And Eternally

Release: 2005
WERTUNG
6 /6 Sternen
Stil: Heavy Metal
Laufzeit: 51.53 min
Format: CD Audio
Label: Nuclear Blast

 

Seit nunmehr einundzwanzig Jahren sind Grave Digger aus dem Metal einfach nicht mehr wegzudenken und auch mit ihrem aktuellen Output „The Last Supper“ stellt die Band um Sänger Chris Boltendahl wieder einmal ihren mehr als verdienten Status als True Metal Könige der Nation unter Beweis. Nachdem man im Jahre 2003 in Form von „Rheingold“ einen kleinen Exkurs ins eher bombastische Lager unternahm besannen sich die Herren nun wieder auf ihre Wurzeln und hauen ein reinrassiges klassisches Album, das sich nicht vor Evergreens wie „Tunes of War“ oder „Excalibur“ zu verstecken braucht. Der lässt Albumtitel ein weiteres Konzeptalbum vermuten, zu meiner großen Überraschung jedoch ist es aber eben gerade das nicht. Zwar bezieht sich der ein oder andere Song auf das (Ab-)leben Jesus Christus daneben finden sich aber fast ausschließlich, textlich, eigenständige Songs.
Nach einem kurzen Intro geht’s furios los mit der Midtempohymne die wo denselben Namen tragen tut wie das Album auch heißen tät. Gleich zu Beginn fällt auf, dass Frontmann Chris weiter an seiner, trotzdem für Außenstehende immer noch gewöhnungsbedürftigen Stimme, gefeilt hat. Im Folgenden wird mit „Desert Rose“ und „Grave in the No Man’s Land“ die flotte bzw. schroffe Traditionskeule geschwungen. „Hell to Pay“ erinnert vom Riffing her stark an die Erstlingswerke und dürfte sowohl junge als auch alte Fans in seinen Bann ziehen. „Soul Savior“ setzt dem ganzen noch die Krone auf. Die ersten zwei Töne rufen im Gehirn drei Wörter hervor: HEAVY METAL BREAKDOWN. Zwar kann der Song nicht das Niveau jenes All-Time Hit erreichen und auch der Rheingold mäßige Refrain ist nicht wirklich das Gelbe vom Ei, dennoch rockt das Ding einfach nur. „Crucified“ läutet die zweite und weitaus bessere Hälfte des Albums ein, was keinesfalls bedeuten soll, dass die erste schlecht gewesen wäre. Die knapp sieben minütige Nummer kann neben geilen Riffs auch noch einen grandiosen Mitsingchorus aufwarten. Das folgende „Divided Cross“ erinnert ein klein wenig ein Blind Guardian zu „Imaginations…“ Zeiten bewahrt aber natürlich den unabänderlichen Grave Digger Stil. „The Night Before“ is ganz klar wieder ein old school Liedchen, das ohne Probleme auf jedem anderen Album platz gefunden hätte. Die Doublebase tut ihr Möglichstes um das aggressive „Black Widows“ zu einem weiteren potentiellen Livehit zu machen, der in Verbindung mit „Hundred Days“ ein gelungenes Fest garantieren dürfte. Taffe Strukturen und gröhl kompatible Refrains können halt immer wieder überzeugen. Zu guter Letzt gibt’s noch die obligatorische Ballade in Form von „Always and Eternally“
Fazit: In der Mitte des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends angekommen klingen Grave Digger zwar nicht mehr wie in den 80ern, aber eine ordentliche Portion nostalgischen Sounds in Verbindung mit den Einflüssen der Veröffentlichung Mitte/Ende der 90er ist zeitgemäß und putzt alle NuMetal, Metalcore Bands locker von der Matte. So kann ernsthafter True Metal heutzutage klingen.


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