Datum : 21.04.2018
Uhrzeit: : 23:24 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Holy Moses - Strength Power will Passion
» Holy Moses - Strength Power will Passion
Homepage : www.holymoses.de
 

Holy Moses - Strength Power will Passion
  »Trackliste
1. Angel Cry
2. End Of Time
3. Symbol Of Spirit
4. Examination
5. I will
6. Space Clearing
7. Sacred Crystals
8. Lost Inside
9. Death Bells II
10. Rebirthing
11. Seasons In The Twilight
12. Say Goodbye

Release: 23.05.2005
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Thrash Metal
Laufzeit: 65.04 min
Format: CD Audio
Label: Armageddon Music

 

Lecker, endlich wieder neues Futter aus dem Hause Holy Moses. Fast drei Jahre mussten verzweifelte Thrasher auf ein neues Scheibchen der Old School Veteranen warten. Den Göttern sei Dank meldet sich das Doppelpack Classen & Co. mit ihrem nun 11. Album „Strength Power will Passion“ eindrucksvoll zurück. Viele Worte über diese Thrash-Institution müssen wohl nicht mehr gesprochen werden. Seid den Anfängen der Bewegung waren sie dabei. Warum Holy Moses nur selten in einem Satz mit Destruction, Kreator und Sodom genannt werden, wird zwar weiterhin ein Rätsel bleiben, Kennern wissen jedoch um die sagenhaften Qualitäten dieser Band. Bis heute steht der Bandname für kompromisslose Kontinuität, wenn es darum geht brettharte Gitarrenriffs in rasender Geschwindigkeit zu fabrizieren. Nach der eher kurzen Phase bei Century Media ist man nun bei Armageddon Music untergekommen und mit Thomas „Schrödy“ Schröder hat man im Hamburger Absurd Studio einen fähigen Mann hinter den Reglern gefunden, was keine Kritik an Axtschwinger Andy Classen sein soll, der in den letzten Jahren fast ausschließlich allein für die Produktion zuständig war. Schrödy bringt jedenfalls etwas frischen Wind in den Sound ohne jedoch auch nur ansatzweise moderne Klangstrukturen aufkeimen zulassen. Die Produktion klingt fett, besitzt aber immer noch genau den Scharm den eine in den 80ern verwurzelte Band braucht.
Eröffnet wird der höllische Reigen von „Angel Cry“ und „End of Time“. Die beiden Stücke dürften wohl keine Wünsche übrig lassen. Sabina heisert sich die Stimmbänder aus dem Hals und die Geschwindigkeitsanzeige pegelt dem Tilt! entgegen. „Symbol of Spirit“ lässt es etwas gemächlicher angehen, klingt dafür aber richtig schön fies und rotz frech. Einen Hauch von Slayer lässt „Examination“ durchblicken, gepaart mit einem Stakkatoriffgewitter ist der Song ein wuchtiger Brecher, dem „I will“ in nichts nachsteht. Mit „Space Clearing“ ist natürlich auch ein saftiger Midtempo Groover am Start. „Sacred Crystals“ präsentiert sich ebenso wie das folgende „Lost Inide“ ungewöhnlich, aber prägend, vertrackt. Danach geht’s aber in gewohnter Manier weiter. „Death Bells II“ (gab’s eigentlich auch „Death Bells I“?!?!), das kurze „Rebirthing“ (genial groovender Mittelteil) sowie das Death Metal Trademarks auffahrende „Seasons in the Twilight“ thrashen was das Zeug hält. Auch der vermeintliche Rausschmeißer „Say Goodbye“ knallt noch mal richtig schön die Fresse. Ich sage bewusst der vermeintliche Rausschmeißer, da nach ca. zwanzig minütiger Stille noch eine abgefuckt geile Thrash Version von „Im Wagen vor mir“ folgt. Henri Valentino würde sich freuen.
Fazit: Nix neues, dat alte wird geflickt. So oder anders könnte man Holy Moses beschreiben. Wie eingangs erwähnt erwartet man aus dem Hause Classen keine Veränderungen. Just pure Fucking Old School auf die Fresse Thrash. Nebenbei bemerkt, war dies wohl mein am schnellsten verfasstes Review. Angehört, gefallen!


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