Datum : 24.04.2018
Uhrzeit: : 02:54 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Impaled Nazarener - All That You Fear
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Homepage : www.impnaz.com
 

Impaled Nazarener - All That You Fear
  »Trackliste
1.Kohta Ei Naura Enaa Jeesuskaan Squad
2. Armageddon Death
3. The Endless War
4. The Maggot Crusher
5. Curse Of The DeadMedusa
6. Suffer In Silence
7. Hald Of Flies
8. Recreate Thru Hate
9. Goat Seeds Doom
10. Even More Pain
11. Tribulation Hell
12. Urgent Need To Kill
13. All That You Fear

Release: 3.11.2003
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Black Metal
Laufzeit: 53 min
Format: CD Audio
Label: Osmose Production

 

Anno 1993 war es, als sich die Finnen um Mastermind Mika Luttinen mit "Ugra Karma" aufmachten, um der Welt zu zeigen, wie Black Metal zu klingen hat. Mit den folgenden Veröffentlichungen, allen voran das unerreichte "Latex Cult" zeigte die Band, als was sie sich und ihre Musik verstanden haben wollen: eine Persiflage auf all die skandinavischen Black-Metaller, die mit ihrer zur Schau getragenen Egozentrik dazu beitrugen, dass eine der extremsten und intensivsten Stilrichtungen des Heavy Metal in eine politisch rechte und nicht nur deshalb sinnfreie Ecke geschoben wurde.

Zunächst wird der geneigte Hörer eine unüberhörbare Rückbesinnung auf die musikalischen Wurzeln der Band feststellen, die mir persönlich sehr entgegen kommt. Dominierten auf den letzten Veröffentlichungen der Band teilweis recht rockige Klänge, wird jetzt wieder mehr auf die klassischen Trademarks des Black Metal gesetzt, man höre sich beispielsweise Songs wie "The Maggot Crusher" oder "Halo Of Flies" an, die ohne weiteres auch auf dem genannten "Ugra Karma" hätten stehen können.

Die Band vergisst dabei aber auch nicht den Sound, der die letzten Alben geprägt hatte, und so kommt z.B. "Suffer In Silence" wunderbar relaxt und fast schon punkig daher. Auch das eingängige "Goat Seeds Of Doom" und das treibende "Even More Pain" warten mit einem fast schon an Motörhead erinnernden Groove auf. Interessant sind die dem extremen Metal der frühen 90er entlehnten Gitarrensoli, die es u.a. in "Tribulation Hell" zu hören gibt, und die mich stark an Morbid Angel zu "Altars Of Madness"-Zeiten erinnern (Trey Azagtoth lässt grüßen). Unbestrittenes Highlight ist allerdings der Titelsong, ein pechschwarzes Groovemonster der Extraklasse und mit Gänsehautgarantie.

Aber kein Impaled Nazarene-Album ohne Wermutstropfen. So klingt die Scheibe insgesamt zu unentschlossen und die Band versucht für meine Ohren, zu viele Stilrichtungen unter einen Hut zu bringen, was insgesamt zu Lasten der bisher für die Band typischen Homogenität geht. Bleibt also am Ende die Frage: Quo vadis, Impaled Nazarene


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