Datum : 19.04.2018
Uhrzeit: : 15:18 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Jacopo Galli - Timedrops
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Jacopo Galli - Timedrops
  »Trackliste
1. Answer Me
2. Passion Rules
3. Timeless Reality
4. Beneath the Veil
5. Days Have Gonel
6. Hope?
7. Keys to Imagination
8.Timedrops

Release: 2003
WERTUNG
3 /6 Sternen
Stil: Heavy Metal
Laufzeit: 60 min
Format: CD Audio
Label: Independent

 

Timedrops heißt das Debütalbum des italienischen Multitalents J. Galli und genau dies bewirkt seine Musik auch, die Zeit fließt bei den doch recht langen Tracks, die zum Teil sogar durch Soundtrackcharakter hervorstechen, förmlich dahin. Eine besondere Leistung, wenn man bedenkt, das J. Galli das Album im Alleingang produziert und auch alle Instrumente persönlich eingespielt hat.
1972, ich einem Dorf in Norditalien geboren, fing er mit 12 Jahren mit dem Gitarre spielen an. 1990 tritt er schließlich als Gitarrist der Band „Inner Maze“ bei und übernimmt zusätzlich Gesangspassagen. 2 Jahre später, 1992, entdeckt er das Keyboard als Instrument für sich und um die Qualität seines Gesanges zu steigern nimmt er ab 1994 Gesangsunterricht. Zusätzlich zu seinen bisherigen Band Aktivitäten tritt er in diesem Jahr der Band „Bad Attitude“ als Keyboarder bei. Momentan arbeitet er als Ingenieur und hat sich mit diesem, seinem ersten eigenen Album, einen Traum erfüllt.
Seine Musik zeichnet sich durch eine sehr gleichmäßige Kombination aus Keyboard, Gitarre und Gesang aus. Progressiv typisch wechseln ruhige Keyboard Passagen, die an klassisches Klavierspiel erinnern, mit hohem Gesang begleitet von eingängigen Riffs, sowie komplexen Gitarrenparts.
Der Gesang ist noch die größte Schwachstelle. Zwar werden die Noten durchgehend getroffen und auch gehalten, jedoch scheinen die Gesungenen Intervalle zum Teil nicht zueinander zu passen, was zu einem leicht schiefen Eindruck führt. Außerdem dürfte die Stimme an sich nicht jedermanns Fall sein, erweckt sie doch stellenweise den Anschein, das Klangbild zu stören und sich zu sehr in den Vordergrund zu drängen.
Genretypisch haben alle Tracks eine beachtliche Länge und eine dementsprechend langgezogene Struktur. In Verbindung mit den musikalischen Unterteilungen, die in den Tracks selber zu finden sind, entsteht der Eindruck, dass manche Lieder zusammengestückelt sind, so auch beim namensgebenden Track „Timedrops“.
In allem Liedgut ist ein italienischer und man könnte somit sagen, romantischer Einfluss nicht zu verleugnen. Dies ist dann auch das auffälligste Merkmal dieses Album, wird insgesamt doch nur solide Hausmannskost geboten.
Besonders hervorheben möchte ich noch den Titel „Keys to Immagionation“, der durch sehr gutes Gitarrenspiel und Melodik mit orientalischen Einflüssen(und fehlendem Gesang^^) positiv hervorsticht.

Jacopo Galli ist mit Sicherheit ein talentierter Musiker, der seine Instrumente beherrscht. Jedoch gelingt es ihm nicht immer diese mit entsprechendem Erfolg zu kombinieren. Zwar finden sich auch sehr gute Passagen in den Liedern wieder, jedoch verlieren sich diese Aufgrund der Länge allzu schnell. Was bleibt sind langgezogen Stücke in denen Stellenweise der Funken der Originalität aufblitzt, ohne jedoch konsequent fortgeführt zu werden.


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