Datum : 20.01.2018
Uhrzeit: : 10:05 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Korpiklaani - Voice of Wilderness
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Homepage : www.korpiklaani.com
 

Korpiklaani - Voice of Wilderness
  »Trackliste
1.Cottages & Saunas
2.Journey man
3.Fields in flames
4.Pine woods
5.Spirit of the forest
6.Native land
7.Hunting song
8.Ryyppäjäiset
9.Beer Beer
10.Old tale
11.Kädet siipinä

Release: 2004
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Folk Metal
Laufzeit: 41.03 min
Format: CD Audio
Label: Napalm Records

 

Der Klan des Waldes hat wieder einmal mordend und brandschatzend zugeschlagen. Nach dem überragenden Vorgänger „Spirit of the Forest“, mit dem Korpiklaani anno 2003 einen Überraschungserfolg verbuchen konnten und eine freudige Alternative zu allen Humppa Dudeleien bildeten, haben die Nordmänner mit „Voice of Wilderness“ erneut ein mehr als heißes Eisen im Feuer. Wie schon zuvor verstehen es die Finnen auf der Grundlage authentischer und atmosphärischer Folkmelodien starke Metalhymnen zu komponieren. Die Folkelemente stammen dabei auch weiterhin von Akkordeon, Violine, Trommeln und Co. Los geht’s jedoch eher heavy. Auch wenn die oben genannten Instrumente im Opener „Cottages & Saunas“ nicht fehlen (dürfen) ist diese stilvolle Hommage an Finnland ein druckvoller, Tempogeladener Metalkracher. Dem steht das Folgende „Journey Man“ in nichts nach. Eine amtliche Midtempohymne ist „Fields in Flames“ und „Pine Woods“ entwickelt schon fast Power Metal Qualitäten. Weiterhin jagt ein Volltreffer den nächsten. Ob das stimmige „Spirit of the Forest“, das rockende „Native Land“ oder der bereits vor ab auch als Video veröffentlichte „Hunting Song“ erfreuen das Wikingerherz. Ganz ohne die extrem rauchigen Vocals von Frontgrunzer Jonne kommt das flotte „Ryyppäjäiset“ aus. Dann folgt der Kracher schlecht hin. Mit „Beer Beer“ haben die Jungs ein saugeiles Teil am Start, dass vorbildlich zum trinken, grölen und bangen einlädt. Saufgerecht ist die Nummer auch gleich nur knapp drei Minuten lang (länger hält der Durchschnittstrinker lautstarkes Grölen bei 3 pro mille eh nicht aus). „Old Tale“ startet gemächlich, verträumt und gänzlich elektrisch unverstärkt, entwickelt sich nach einem sehr gelungenen Break jedoch zu einer phantastischen „reckt die Fäuste und schüttelt das Haupt“ Nummer. „Kädet siipinä“ (nein soweit ich weiß geht’s hier nicht um ein gewisses Auto aus Rüsselsheim) lässt die ganze Chose zu guter letzt noch extrem ruhig ausklingen.
Fazit: Obwohl Korpiklaani natürlich ganz und gar in die Pagan Metal Ecke gehören, sollte sich der geneigte Hörer dafür hüten, die Band mit Finntroll oder Equilibrium zu vergleichen. Viel eher würde eine Zuordnung irgendwo zwischen alten Skyclad und Moonsorrow passen.
Als kleinen Bonus gibt es den bereits angesprochenen Videoclip zu „Hunting Song“, der jeine wesentlich bessere Qualität (sowohl optisch als auch akustisch) ausweisen kann, als die Version die vor einiger Zeit zum Download bereit gestellt wurde.

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