Datum : 24.06.2018
Uhrzeit: : 01:39 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Kreator - Enemy of God
» Kreator - Enemy of God
Homepage : www.kreator-terrorzone.de
 

Kreator  - Enemy of God
  »Trackliste
1. Enemy Of God
2. Impossible Brutality
3. Suicide Terrorist
4. World Anarchy
5. Dystopia
6. Voices Of The Dead
7. Murder Fantasies
8. When Death Takes It´s Dominion
9. One Evil Comes - A Million Follow
10. Dying Race Apocalypse
11. Under A Total Blackend Sky
12. The Ancient Plague

Release: 2005
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Thrash Metal
Laufzeit: 55.48 min
Format: CD Audio
Label: SPV

 

Auch im zwanzigsten Jahr ihres Bestehens verstehen Kreator noch immer nicht nur den Pott und die Nation sondern mittlerweile auch einen Großteil dieses Globus ordentlich die Motten aus der Matte zu prügeln. Viel gesagt werden muss zu dem Ruhrpotturgestein Mille Petrozza und seinen Kollegen wohl nicht mehr. In regelmäßigen Abständen hauen die Jungs ein Thrash Gewitter nach dem anderen raus, auch wenn einige Zeitgenossen (und da schließe ich mich keinesfalls aus) der etwas experimentierfreudigen Phase Mitte der 90er eher kritisch Gegenüber stehen. Spätestens seit dem 99er Release „Endorama“ aber steht wieder fest, dass Kreator neben Destruction einfach DIE Thrash Metal Institution schlechthin darstellen. Das neue Album „Enemy of God“ beginnt mit dem Titeltrack und gleich wird klar, dass dem Mattenschwinger hier eher klassische Kost vorgeworfen wird. Dennoch fällt sofort die wieder einmal etwas filigranere, aber deswegen nicht weniger brutale, Gitarrenarbeit auf. Im Folgenden jagt ein Kracher den nächsten. Ob das schnelle „Impossible Brutality“, das frickelige „Murder Fantasies“, das Doublebase geladene „Dying Race Apocalypse“ oder das eher heavy ausgefallene „The Ancient Plague“, durchweg jeder Song haut voll auf die Zwölf. Wie von SPV nicht anders zu erwarten, gibt es neben der normalen Verson natürlich noch eine spezielle, limitierte, super dupa Digi Pack Version des neuen Langeisens. Jene zeichnet sich durch eine beigelegte DVD aus, auf der man sich den neuen Videoclip zu "Impossible Brutality", dessen Making Of, zwei Live Clips (Violent Revolution und Phobia) sowie ein kurzes aber aufschlussreiches Making Of des Albums, zu Gemüte führen kann.
Fazit: Was soll man groß über eine Band schreiben, von der man es gewohnt ist in kontinuirlicher Reihenfolge tolle Thrash Album, weitab vom Durchschnitt zu erhalten? Die Lyrics auf „Enemy of God“ drehen sich, back to the roots, größtenteils um Gewalt in der Gesellschaft oder Terrorismus. Die Songs sind heftig und brutal, beweisen aber dank guter melodiöser Gitarrenarbeit, dass Thrash mehr sein kann als blindes Geholze. Abzug gibt es lediglich für die für mich etwas zu sauber geratene Produktion. Ein bisschen mehr Dreck wäre hier angebrachter gewesen. Positiv hingegen fällt auf, dass die bereits angesprochenen melodischen Anteile wieder etwas mehr an Boden gut gemacht haben, jedoch noch immer weit davon entfernt sind, den eher simplen Grundelementen den Rang abzulaufen.


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