Datum : 23.01.2018
Uhrzeit: : 13:05 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Legacy of Darkness - Von Tod, Freiheit und Höllenqualen
» Legacy of Darkness - Von Tod, Freiheit und Höllenqualen
Homepage : www.legacyofdarkness.de
 

Legacy of Darkness - Von Tod, Freiheit und Höllenqualen
  »Trackliste
1.Beyond the Abyss
2. An Ode to the mighty Winterkingdom Pt.I - Northwind
3. An Ode to the mighty Winterkingdom Pt.II - The eternal Ice
4. Ragnarök
5. Grab im Nebel
6. Von Tod, Freiheit und Höllenqualen
7. The Plague
8.Execution

Release: 2004
WERTUNG
6 /6 Sternen
Stil: Black Metal
Laufzeit: 35 min
Format: CD Audio
Label: Eigenproduktion

 

Deutschland mangelt es an guten und abwechslungsreichen Black Metal Bands?
Da liegt ihr falsch denn in Köln brodelt seit 1999 eine Band die verdammt gute Chancen hat an die Spitze der Schwarzmetaller aufzusteigen und die Konkurrenz aus Norwegen vom Thron zu stürzen. Legacy of Darkness verzeichnet seit ihrer Gründung ein Demo das von der Presse Positiv begrüßt wurde, sowie eine MCD "Verdammnis" die extra für die Tour 2003 angefertigt wurde und nun 2004 ihr Debüt Album "Von Tod, Freiheit und Höllenqualen", welches in typischen Black Metal Manieren von Tod, Verzweiflung, menschliche Abgründe, Folter, von Vorliebe zu nordischen Landschaften und des ewigen Eises handelt. Es finden sich 8 Songs auf der CD mit einer Gesamtspielzeit von 40 min. Was die vier Jungs musikalisch Fabrizieren, bewegt sich in rauen und harten Kreisen des Black Metal mit leichten Death und Thrash Einflüssen, welche die Atmosphäre der einzelnen Stücke nochmals anheben. Der Opener „Beyond the Abyss“ der CD versetzt den Zuhörer von erster Sekunde in eine dunkle und unheimliche Atmosphäre. Das Schlagzeug klingt wie ein gewaltiges Gewitter, welches auf die Erde runterprasselt, gefolgt von harten Riffs und dem rauen hasserfüllten Gesang. Zum Glück das die Jungs auch an ruhige Passagen gedachten haben, sonst würde man nie ohne doppelten Nackenbruch den Kracher überstehen. Weiter geht’s mit dem düsteren „An Ode to the mighty Winterkingdom Pt.I - Northwind " und seinem Nachfolger „An Ode to the mighty Winterkingdom Pt.II - The eternal Ice". Beide Songs unterscheiden sich hautsächlich durch das Tempo .In Pt.I tauchen schnelle apokalyptische Riffs gefolgt von einem sauschnellen Schlagzeug und einem eisigen Gesang der zwischen einer tiefen und kreischenden Stimme hin und her wechselt. Abgerundet wird der Song natürlich wieder durch die ruhigen Passagen für bisschen Luft zum Atmen sorgen. Pt.II knüpft genau da an wo der erste aufgehört hat, nur ein Stück langsamer, aber mit wechselnden schnellen Gitarren. Was mir am besten an den Stücken gefällt, ist die schöne eisige Atmosphäre und der gut gemachte Übergang zwischen den beiden Songs den man leider raushört, sich aber beim zweiten anhören nicht als tragisch herausstellt. Nun kommen wir wohl zu dem stärksten und abwechslungsreichen Songs auf der Scheibe der so ziemlich alles Tote in Umkreis von 50 km aufwecken lässt. Ragnarök wirkt durch die verschiedenen Abwechslungsreichen Stellen sehr frisch und lädt den Hörer zu einem Fest der Genickbrüche ein. Mit "Grab in den Nebel " erklingt wohl die verdiente Pause. Schönes Akustik Intro erklingt aus den Boxen, man lehnt sich in den Sessel zurück, schließt die Augen und genieß die herrlich klingenden Gitarren. Doch die Ruhe hält nicht lange, den schon nach einer knappen Minute geht’s wieder munter zu Sache und ein Feuerwerk aus brachialem Drums und wirren gezupfe ertönt aus Stille. Der Song würde definitiv ins Live Repartuar passen. Weiter geht’s mit "Von Tod, Freiheit und Höllenqualen" und endlich nehmen die Jungs den Fuß vom Gas und zaubern eine ruhige Doom Artige Atmosphäre. Die Stücke "The Plague" und "Execution" bieten den Schluss der rund 40 min langen Scheibe durch Teils harten schnellen aber auch ruhigen Death Metal ähnlichen Sound. Super Ausklang aus der Materie, der aber Hunger auf mehr macht. Insgesamt präsentieren Legacy of Darkness einen Soliden wirklich Abwechslungsreichen und traditionellen Black Metal der das Herz eines Schwarzmetallers höher schlägt. Was ich bisschen schade finde ist das der Gesang an manchen Stellen leider von dem sehr lauten und kraftvollen Schlagzeug übertönt wird und die Gitarren manchmal in den Hintergrund fallen.


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