Datum : 20.01.2018
Uhrzeit: : 13:56 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Legions of Sadism - Auf Gedeih und Verderb
» Legions of Sadism - Auf Gedeih und Verderb
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Legions of Sadism - Auf Gedeih und Verderb
  »Trackliste
1. Intro
2. Black Metal Kommando
3. Ich tote dich
4. Die Kolonne der Makabren
5. Festival of Violence
6. Im Glanze meiner Perversionen
7. I live to give
8. Storming blaze of my Existence

Release: 2004
WERTUNG
3 /6 Sternen
Stil: Black Metal
Laufzeit: 30.19 min
Format: CD Audio
Label: Christhunt Productions

 

Wo man es doch schon gewohnt ist, dass Black Metal mit Stilelementen und Spielweise „normaler“ Musikarten bricht, haben Legions of Sadism mit ihrem dritten Album nun einen Sound geschaffen, der sogar für BM Verhältnisse recht bizarr und abstrakt daherkommt.
Das Album beginnt mit einer kleinen Passage aus irgendeinem Spielfilm (den ich nicht kenn, vlt. Hannibal oder etwas in der Richtung? ), der wahrscheinlich einfach nur „cool“ daherkommen soll, denn ein Zusammenhang zum Konzept des Albums ist nicht wirklich auszumachen. Wie könnte es auch, denn das Konzept das hier bestimmend ist, ist das Verzichten auf jegliches Konzept und das sowohl was die Tracks zueinander, als auch die Tracks in sich selbst angeht. Teilweise werden wirklich nette Riffs vom Stapel gelassen, das Schlagzeug spielt einen richtig netten Groove (und das obwohl die Drums hier ganz offensichtlich der Konserve entliehen sind, was dem eher technisch anmutenden Eindruck noch verstärkt) und plötzlich hört man irgendwelche schrägen Syntheziser Sounds und die Tonarten purzeln wild durcheinander. Ich unterstell den „Künstlern“ jetzt einfach mal, dass das so gewollt ist. Wenn man die Tracks miteinander vergleicht, könnte man glatt meinen, hier gehen verschiedene Bands ans Werk, so unterschiedlich wirkt es. „Festival of Violence“ kommt z.B., mit einem recht rockigen Groove daher. 2 Tracks darauf folgt “I live to give”, das wie eine Mischung aus Helheim und dem neuen In Flames Album klingt. Der Gemeinsame Nenner bleibt einfach der Black Metal Kern um den die einzelnen Lieder aufgebaut sind. Textlich hingegen bleibt man recht konservativ. Soweit ich die Texte verstehen konnte (im Booklet sind nur Bruchstücke zu finden) bedient man sich einmal mehr einer apokalyptischen, menschenfeindlichen Gedankenwelt.
Würden die einzelnen Liedkomponenten einwenig „logischer“ kombiniert werden, würde hier sogar sehr guter Black Metal auf hohem Niveau rauskommen.
So wirkt aber es aber einfach unausgegoren und verworren. Doch wahrscheinlich lässt genau dieser Satz die Herzen der Band Member immer wieder aufs neue höher schlagen, hat man hier doch ein Avantgard Schwarzmetall Werk geschaffen, für das gemeine Metaller einfach nicht das Fassungsvermögen besitzt.
BM Fans, die auf der Suche nacht bizarrem und morbidem BM sind, werden an diesem Album sicherlich ihre helle Freude haben. Allen anderen ist jedoch eher davon abzuraten


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