Datum : 24.04.2018
Uhrzeit: : 02:55 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Nazgul - When the wolves return to the forest
» Nazgul - When the wolves return to the forest
Homepage : ww.nazgulhorde.cjb.net
 

Nazgul - When the wolves return to the forest
  »Trackliste
1.Intro
2.The pagan westland arise again
3.When the wolves return to the forest
4. Born and die under the steel law
5. Outro
6. Celtic lands
7. From my throne of Winter
8. Buried in crystalline lakes of ice
9. Forgotten Realms

Release: 2000
WERTUNG
3 /6 Sternen
Stil: Black Metal
Laufzeit: 27.45 min
Format: CD Audio
Label: Christhunt Production

 

Das bereits 2000 erschienene Album „When the wolves return to the forest“ der spanischen Pagan Band Nazgul ist mitlerweile auch unter dem neuen Label von Nazgul www.christhuntproductions.com veröffentlicht worden, inklusive einem Bonus Track vom 97 erschienenen Demo Tape „My Throne of Winter“ und einem neuen, stilvollen Cover. Doch was nutzen all die netten Dreingaben, wenn die Qualität der Musik selbst nicht stimmt? Nichts! Und deshalb soll diese Review Auskunft darüber geben, ob sich ein Kauf des Albums lohnt.
Das Intro beginnt ruhig, mit einem komischen Keyboard Sound, der wohl Wind darstellen soll, sich aber einfach nur billig anhört. Da hätte es selbst mehr gebracht, wenn man das Mikro lediglich ins Fenster gestellt hätte. Der 2. Track setzt dann schließlich mit sehr düsteren Riffs ein. Hier wird dann leider auch die schlechte Produktion deutlich, das Schlagzeug klingt viel zu dumpf, die Gitarren zu breiig, der Gesang zu leise und im Hintergrund schlägt jemand zwei Kokosnusshälften aneinander (aber zumindest kann man ein klare Basslinie erkennen, eigentlich eine Seltenheit bei Black Metal orientieren Undergroundproduktionen, dadurch bekommt die Musik noch mal einen sehr netten folkigen Einschlag). Wenn das Lied dann schließlich ausklingt, wird noch eine cleane, folkige Melodie gezupft. Der nächste Track fängt dann auch mit eben so einer an, was durchaus an frühe Suidakra Alben erinnert. Besonders die ruhigen Passagen, in denen man lediglich die Akustikgitarre hört, hören sich Spitze an. Die schnellen Passagen hingegen, werden durch viel zu düstere Riffs verhunzt, schade. Mit „Celtic Lands“ ist dann auch noch ein Track auf dem Album enthalten, bei dem die Orientierung in Richtung Pagan kaum noch zu erkennen ist. Hier wird rohester Black Metal gespielt. Mit „Forgotten Realms“ klingt das Album dann wunderbar ruhig aus. Hier zeigt sich auch, dass die Jungs von Nazgul durchaus in der Lage sind, atmosphärische Melodien zu machen. Schade nur, dass der Großteil des Albums durch innovationslosen Black Metal bestimmt wird. Die eine oder andere folkige Passage, die im Hintergrund mitgezupft wird, hätte hier wahre Wunder gewirkt.
Nichtsdestotrotz ein ordentliches Album und alle diejenigen, denen eine mäßige Produktion nichts ausmacht und die sich für Black Metal und Pagan interessieren können ruhig mal einen Blick auf dies Scheibe riskieren.


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